Settimane

Schwanger werden

Was ist eine Intrazytoplasmatische Injektion (ICSI) und wann kommt sie zum Einsatz?

ICSI: Intrazytoplasmatische Spermieninjektion

Die Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) kommt meist dann zum Einsatz wenn die Hauptursache der fehlgeschlagenen Schwangerschafts versuche hauptsächlich an der Unfruchtbarkeit des Mannes liegen. Sie ist neben der IVF (In vitro Fertilisation oder auch In vitro Befruchtung genannt) die meist angewandte künstliche Befruchtung, in Deutschland sind es sogar nahezu 75 Prozent der Behandlungen. Diese zwei Arten zählen auch zu den erfolgreichsten Methoden. Die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Schwangerschaft liegen hier in  etwa bei  20 Prozent. Doch wie funktioniert sie eigentlich?

Funktionsweise einer ICSI Behandlung

Schon mitte der siebziger Jahre haben Forsche und Ärzte versucht eine Samenzelle direkt in das innere einer Eizelle einzubringen. Gestartet wurde mit Experimenten an Tieren. In den achziger Jahren konnte dann an Hand von Kühen und Kaninchen belegt werden, dass durch dieses Verfahren gesunde Nachkommen gezeugt werden können. Das erste gesunde Kind, durch eine ICSI konnte dann 1989 geboren werden.

Im Gegensatz zur IVF wird bei dieser Technik der medizinisch unterstützten Reproduktion eine Samenzelle, mit Hilfe einer sehr feinen Nadel, direkt in eine Eizelle, die der Frau zuvor entnommen wurde, eingeführt bzw. wie der Name auch schon sagt – injiziert. Es wird daher auch nur eine gesundes Spermium benötigt, welches den Weg auch nicht erst selber suchen muss.




Die Embryonenkultur wird dann im Labor beobachtet und nach der Teilungsfähigkeit der Zellen sortiert. Die Besten erfolgreich befruchteten Eizellen werden dann, durch einen sogenannten Embryotransfer, direkt in die Gebärmutter eingesetzt, sowie dies auch bei einer IVF der Fall ist. Die restlichen Embryonen werden vitrifiziert und für mögliche spätere Behandlungen aufbewahrt.

Wann kommt eine ICSI zum Einsatz?

In den meisten Fällen liegt der Grund einer ICSI Behandlung an der Zeugungsunfähigkeit des Mannes. Dies kann unter anderem an der Trägheit bzw. Unbeweglichkeit der Spermien liegen, an einem Samenleiterverschluss oder auch an anormalen Spermien (Teratoyoospermie), mit einfacheren Worten an einer schlechten Spermienqualität. Frauen wird diese Behandlung bei vorran gegangenen erfolglosen IVF Zyklen oder künstlicher Insemination empfohlen, so wie bei fortgeschrittenem Alter und ungeklärter Unfruchtbarkeit.

Des öfteren kommen auch tiefgefrorene Samenzellen oder auch Eizellen zum Einsatz. Der Grund können hier vorran gegangene Krebserkrankungen sein, wo die Patienten entschieden haben gesunde Spermien davor zu vitrifizieren, um später noch die Möglichkeit zu haben gesunde Kinder auf die Welt zu bringen.

Wie stehen die Chancen und was sind die Risiken einer ICSI?

Durch die direkte Injektion des Spermiums wird eines der größten Hindernisse aus dem Weg geräumt. Es gibt keinen langen Weg mehr und es muss auch keine Eizelle durchbrochen werden. Chancen und Risiken sind der IVF Methode ziemlich ähnlich und die Schwangerschaftsrate liegt in etwa bei 20 Prozent. Der Erfolg im Einzelfall hängt jedoch von vielen Kriterien ab. Sowohl das Alter der Frau spielt eine sehr gewichtige Rolle, sowie auch der allgemeine Gesundheitszustand der Partner. Um sich die genaueren Chancen auszurechnen, lässt man sich am besten in der ausgewählten Kinderwunschklinik neben der Schwangerschaftsquote auch die tatsächliche Geburtenquote zeigen, sinnvoller weise für seine Altersgruppe. Denn diese zwei Zahlen können von einander abweichen.

Die Risiken sind anderen künstlichen Befruchtungsarten sehr ähnlich. Werden mehrere Embryonen in die Gebährmutter transferiert, dann erhöht sich das Risiko von Mehrlingsschwangerschaften.

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