Settimane

Komplikationen

Ratgeber

Häufige Komplikationen während der Schwangerschaft

 

Vorzeitiges Platzen der Fruchtblase

Das „Platzen der Fruchtblase” ist der Verlust von Fruchtwasser, ohne dass die Geburt beginnt. Wenn die Fruchtblase platzt ist, können die Keime, die sich im Gebärmutterhals und in der Scheide befinden, ins Fruchtwasser gelangen. Dies kann dazu führen, dass  das Baby eine Infektion bekommt. Wenn Sie glauben, dass die Fruchtblase geplatzt ist, sollten Sie unverzüglich zu einem Arzt. Durch eine vaginale Untersuchung wird man feststellen können, ob die Fruchtblase geplatzt ist oder nicht. Oft ist der Ausfluss von Flüssigkeit durch die Scheide bedingt durch Inkontinenz oder vaginalen Ausfluss, was keine Probleme verursacht.

Wenn die Fruchtblase vor 32. Woche platzt, wird Ihr Arzt versuchen, die Schwangerschaft ein paar Wochen zu verlängern, weil das Risiko einer Frühgeburt größer ist als das einer fetalen Infektion. Ihr Arzt wird Ihnen viel Ruhe empfehlen, und wahrscheinlich auch ein Medikament verschreiben, das die Reifung des Lunge des Kindes beschleunigt und Antibiotika. Darüber hinaus wird er eine Reihe von Tests durchführen, um die Anzeichen einer Infektion zu diagnostizieren. Wenn Sie eine Infektion haben, wird Ihr Arzt die Geburt einleiten, um das Baby nicht weiteren Risiken auszusetzen. Nur bei etwa 2% aller Schwangerschaften kommt dies vor.

Hautausschlag

Die häufigsten Hautausschläge in der Schwangerschaft sind Herpes und Nesselsucht (Urtikaria).

Der Begriff Herpes ist verwirrend, da die Ursache kein Herpesvirus oder anderer Virus ist. Es wird angenommen, dass die Ursache für Schwangerschaftsherpes eine bestimmte Art von Antikörpern sind, die auf das körpereigene Gewebe reagieren. Es entstehen Herpesblasen, gefüllt mit Flüssigkeit, die einen intensiven Juckreiz erzeugen.

Bei der Nesselsucht entstehen rote ungleichmäßige Flecken auf Ihrem Unterleib, die einen Juckreiz erzeugen. Manchmal entstehen auch kleine Blasen.

Zur Behandlung dieser zwei Hautausschläge verwendet man Cortison, das in Form einer Creme oder in schwerwiegenden Fällen mit Tabletten verabreicht wird.

Starkes Erbrechen (lat. Hyperemesis gravidarum)

Starkes Erbrechen während der Schwangerschaft, neben der Übelkeit am Morgen, können Dehydration (Austrocknung des Körpers) und Erschöpfung verursachen.

Die Ursache für starkes Erbrechen in der Schwangerschaft sind nicht bekannt, aber psychologische Einflussfaktoren können Auswirkungen haben. Seien Sie vorsichtig, denn eine Dehydration kann zu Netzhautblutungen im Auge, gefährliche Veränderungen im Blut oder Leberschäden führen.

Wenn das Erbrechen nicht aufhören sollten und sehr extrem ist, müssen Sie ins Krankenhaus. Dort wird Ihnen flüssige Glukose und Vitamine über eine Infusion verabreicht. Man wird Ihnen Mediakemnte gegen die Übelkeit und die Schmerzen geben. Wenn es Ihnen weitestgehend gut geht, können Sie langsam wieder anfangen zu essen und zu trinken.

Ansteckende Infektionskrankheiten der Atemwege

Infektionskrankheiten der Atemwege beeinträchtigen nicht nur Ihre Atmung, sondern können auch andere Auswirkungen mit sich bringen. Die häufigsten Krankheiten, die in der Schwangerschaft auftreten, sind Grippe, Erkältung, Windpocken, Zytomegalievirus (ZMV) und Röteln.





Schwangerschaftsdiabetes

Durch die Hormone, die in der Plazenta ausgeschüttet werden, kann Schwangerschaftsdiabetes entstehen. Die Behandlung von Schwangerschaftsdiabetes ist eine sehr strenge Diät und Sie müssen genau darauf achten, nicht zu viele Kohlenhydrate zu essen. In seltenen Fällen sind Insulinspritzen nötig. Wenn eine Frau bereits Diabetes, bedingt durch eine Schwangerschaft hatte, sollte Sie aufpassen und einege Untersuchungen machen lassen. Es kann sonst sein, dass Sie einige Jahre nach der Geburt des Kindes Diabetes bekommt oder dass Sie bei der nächsten Schwangerschaft wieder an Schwangerschaftsdiabetes erkrankt.

Rhesusfaktor

Rh-Inkompatibilität bedeutet, dass das Blut der Mutter und ihrem Fötus sich bezüglich des Rhesusfaktor unterscheiden. Falls die Mutter Rhesus-negativ und Ihr Kind Rhesus-positiv ist, kann die Mutter Antikörper gegen den Rhesusfaktor Ihres Kindes haben, die durch die Sensibilisierung bei einer vorherigen Schwangerschaft entstanden sind. Damit die Mutter diese Antikörper nicht bildet, werden der Mutter heutzutage keine Rh-positiven Transfusionen gegeben. Stattdessen wird beim Kind mit Rhesus-positivem Blut eine Anti-D-Prophylaxe durchgeführt. Rh-Inkompatibilität kann sonst zur Behinderung oder zum Tod des Kindes führen.

Polyhydramnion und Oligohydramnion

Polyhydramnion bezeichnet man die Ansammlung einer überdurchschnittlichen Menge an Fruchtwasser. Manchmal ist diese übermäßige Menge an Fruchtwasser normal: Wenn das Baby sehr groß ist oder wenn es eine Mehrfachschwangerschaft ist. Es kann aber auch bedingt durch eine Erkrankung der Mutter, wie Diabetes, oder eine Erkrankung oder Fehlbildung des Babys sein. Eine Oligohydramnion ist das Gegenteil, d.h. die Menge an Fruchtwasser ist weniger als normal.

Es wird empfohlen viel Ruhe einzuhalten, um eine Frühgeburt zu vermeiden. Wenn Schwierigkeiten beim Atmen auftreten, kann mit Hilfe einer Fruchtwasserentlastungs- punktion über einen Katheter überschüssiges Fruchtwasser abfließen.

Intrauterine Wachstumsretardierung (IUGR) oder pränatale Dystrophie

Wir sprechen von Intrauterinen Wachstumsretardierung, wenn ein Baby in der Gebärmutter langsamer wächst als normal. Es ist eine vorgeburtliche Entwicklungsstörung mit unterschiedlichen Auswirkungen und Ursachen. Bei der Geburt haben diese Babys oft weniger Gewicht und müssen normalerweise länger im Krankenhaus bleiben. Ihre normale Größe erreichen diese Kinder aber etwa mit dem 2. Lebensjahr. Die meisten Fälle von IUGR sind nicht durch die Mutter bedingt, allerdings kann der Konsum von Tabak, Alkohol und anderen Drogen dieses verlangsamte Wachstum auslösen. Gewöhnen Sie sich diese Gewohnheiten besser ab.


Fehlgeburt (Abort)

Eine Fehlgeburt ist der Verlust eines Fötus aus natürlichen Gründen vor der 20. Schwangerschaftswoche. Von einer Totgeburt spricht man hingegen ab der 20. Woche, wenn der Fötus mindestens 500 g wiegt.

Vor einer Fehlgeburt leiden Frauen in der Regel erst an geringen Blutverlust, haben dann aber eine starke Blutung mit vaginalem Ausfluss. Die Gebärmutter zieht sich zusammen und die Frau hat krampfähnliche Schmerzen. Wenn die Fehlgeburt nicht stoppt, werden die Blutungen und Schmerzen schlimmer. Am Ende wird ein Teil oder die gesamte Frucht ausgestoßen. Wenn nur ein Teil ausgestoßen wird (unvollständiger Abort, lat. Abortus incompletus), muss eine Kürretage (Ausschabung) durchgeführt werden, bei der Reste der Plazenta entfernt werden.

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